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Krems, den 22.04.2005
Sehr geehrter Herr Prof. Müßig
Ich hätte da noch mal ne Frage?
Was tun Sie, wenn bei einer unkompensierten Laterognathie das reziproke Knacken auf der kontralateralen Seite, kombiniert mit einer extremen Abweichung der beiden transversalen Kompensationskurven im Sinne von divergierenden Okklusionstischen,
einer mandibulären MLV mit statisch dynamischer nicht festzulegender Differenz zwischen IKP und RKP,
einem frontalen sagittalen Überbiss von 7,5mm und einer moderaten Ansteilung der sag. Kompensationskurve durch die 5er aufgrund der
Nichtanlage der OK 4er keine eckzahndominante Gruppenführung zulässt,
wobei der obere 6er mit seinem bukkolingualem Höcker in die zentrale Fossa des unteren 6ers okkludiert und die crista transversa keinen ausreichenden Okklusionsstop bietet,
sie einen ebenfalls druckdolenten m. digastricus-venter anterior haben,
das CMS durch den m. zygomaticus mandibularis-caput inferior eine exzentrische Laterotrusiosschleife fliegt um einen im unendlich liegenden Rotationspunkt mit zentralem Kraftangriff und translatorischer Reaktion,
und wenn erschwerend hinzukommt, dass Herr Prof. Slavicek in London weilt
und sie finden, dass dieser Fall prädisponiert als Präsentationsfall für Ihre Studenten wäre?
Würden Sie dann sagen:
A: Och nö, diesen Patienten überweise ich mal an eine Kollegen im Ort, den ich nicht so mag!
B: Sie behandeln den Heuschnupfen der Mutter des Patienten und deligieren an den Assistenten
C: Sie behandeln mit einer GNE
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